LaTeX-Eingabe

So gebe ich LaTeX-Gleichungen ein, ohne alles neu zu tippen

Aktualisiert

Ich habe LaTeX-Eingabe nicht eingebaut, um einen vollständigen TeX-Editor zu bauen. Ich wollte nur vermeiden, bereits saubere Formeln wie \frac{x}{3}+5=12 oder \sqrt{2x+3}=5 manuell umzuschreiben. Für mich reicht ein klarer Ablauf: häufige Befehle normalisieren, die verstandene Gleichung anzeigen und erst danach lösen.

So gebe ich LaTeX-Gleichungen ein, ohne alles neu zu tippen

LaTeX ist für mich ein Eingabeformat, kein zweiter Mathematik-Kern

Nach der Umwandlung erhält derselbe Solver dieselbe normalisierte Syntax wie bei normaler Texteingabe. So gibt es nicht zwei Rechenwege, die sich widersprechen könnten.

\frac{x}{3}+5=12 wird zu (x)/(3)+5=12 und x^{2}-5x+6=0 zu x^2-5x+6=0. Danach entscheidet der normale Parser über die Unterstützung.

\frac{x}{3}+5=12
x^{2}-5x+6=0
\sqrt{2x+3}=5

Ich unterstütze bewusst nur den LaTeX-Ausschnitt, der hier nützlich ist

Dazu gehören \frac, \sqrt, Potenzen in geschweiften Klammern, \cdot, \times, \div sowie \left und \right. Genau diese Schreibweisen tauchen bei einfachen Gleichungen häufig auf.

Matrizen, align-Umgebungen, Makros, Analysisnotation und beliebige TeX-Kommandos gehören nicht zum Ziel. Wenn ein Befehl nicht sicher normalisiert werden kann, soll er nicht stillschweigend umgedeutet werden.

Vor Solve prüfe ich die MathML-Vorschau

Eine Textumwandlung kann formal gültig sein und trotzdem etwas anderes bedeuten als beabsichtigt. Deshalb wird die normalisierte Gleichung in einen kleinen Ausdrucksbaum geparst und mit nativem MathML gerendert.

Die Vorschau zeigt nicht einfach das ursprüngliche TeX, sondern die mathematische Struktur, die der Rechner lösen will. Genau dadurch erkenne ich falsche Klammern, Brüche oder Wurzelbereiche früh.

Bei Brüchen und Gruppierung schaue ich besonders genau hin

\frac{x+1}{x-2} ist nicht dasselbe wie x+1/x-2. Deshalb bleiben Zähler und Nenner bei der Normalisierung explizit geklammert. Gleiches gilt für \sqrt{x+1}: x+1 muss vollständig unter der Wurzel bleiben.

Nach dem Einfügen aus einem Dokument vergleiche ich zuerst die Vorschau mit meiner Vorlage. Stimmt die Gruppierung nicht, korrigiere ich die Eingabe, bevor ich ein Ergebnis interpretiere.

\frac{x+1}{x-2}=2
\sqrt{x+1}=x-1
(x-2)^{2}=9

Nicht unterstütztes LaTeX soll keine Vermutung auslösen

Eine klare Fehlermeldung ist mir lieber als eine überzeugend aussehende Antwort auf eine anders interpretierte Formel. Unbekannte Befehle ersetze ich gegebenenfalls selbst durch einfache Algebra-Schreibweise.

LaTeX beschleunigt nur die Eingabe. Es erweitert nicht automatisch die unterstützten Gleichungsklassen um kubische, logarithmische oder trigonometrische Probleme.